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Sonderbericht Nr. 33/2018: Bekämpfung der Wüstenbildung in der EU: eine zunehmende Bedrohung, die verstärkte Maßnahmen erfordert

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18.12.2018

Die Wüstenbildung ist eine Form der Landverödung in Trockengebieten. Sie stellt in der EU eine zunehmende Bedrohung dar. Die lange Periode hoher Temperaturen und geringer Niederschläge im Sommer 2018 hat die Dringlichkeit dieses Problems erneut verdeutlicht.

Klimawandelszenarien weisen darauf hin, dass die EU im Verlauf dieses Jahrhunderts zunehmend anfällig für Wüstenbildung werden wird, wobei in Südeuropa höhere Temperaturen, zunehmende Dürren und weniger Niederschläge zu verzeichnen sein werden. Die Auswirkungen der Wüstenbildung werden in Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, Zypern, Bulgarien und Rumänien besonders stark zu spüren sein.

Der Hof stellte fest, dass der Gefahr der Wüstenbildung in der EU nicht wirksam und wirtschaftlich entgegengewirkt wurde. Wüstenbildung und Landverödung stellen zwar eine zunehmende Bedrohung dar, die Maßnahmen zur Bekämpfung der Wüstenbildung sind jedoch nicht kohärent. In der EU gibt es keine gemeinsame Vision darüber, wie die Bodendegradationsneutralität bis 2030 erreicht werden kann. Der Hof empfiehlt der Kommission, ein besseres Verständnis der Landverödung und Wüstenbildung in der EU anzustreben, die Notwendigkeit eines verbesserten EU-Rechtsrahmens zum Bodenschutz zu bewerten und verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, um die von der EU und den Mitgliedstaaten eingegangene Verpflichtung, in der EU bis 2030 Bodendegradationsneutralität zu erreichen, zu erfüllen.