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Sonderbericht Nr. 23/2019: Stabilisierung der Einkommen von Landwirten: umfassendes Instrumentarium, doch geringe Inanspruchnahme der Instrumente und Überkompensation müssen angegangen werden

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05.12.2019

Da der Agrarsektor inhärente Risiken aufweist, müssen Landwirte Strategien entwickeln, um Verlusten infolge von Klimaereignissen, Pflanzenkrankheiten und Tierseuchen sowie Preisvolatilität zu begegnen. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) umfasst Instrumente, um Landwirten zu helfen, Risikomanagement zu betreiben und auf Krisen zu reagieren. Mit den jüngsten Vorschlägen zur GAP-Reform soll unter anderem das Risikomanagement stärker in den Vordergrund gerückt werden. Der Hof stellte fest, dass im Rahmen der GAP ein umfassendes Spektrum von Präventivinstrumenten zur Erhöhung der Krisenfestigkeit von Landwirten zur Verfügung steht, die Auswirkungen dieser Instrumente auf das Verhalten der Landwirte jedoch begrenzt sind. Die EU-Unterstützung für Versicherungen wird nach wie vor nur in geringem Maße in Anspruch genommen und kommt nur wenigen Landwirten zugute. Nach dem russischen Einfuhrverbot wurden bei Überlegungen zum Einsatz außergewöhnlicher Maßnahmen keine konkreten Kriterien zugrunde gelegt. Außerdem stellte der Hof fest, dass die EU-Unterstützung für die Rücknahme von Erzeugnissen zur kostenlosen Verteilung kostspielig war und in einigen Fällen zu Überkompensation führte.

Der Hof unterbreitet der Kommission Empfehlungen, die darauf abzielen, die Landwirte zu ermutigen, sich besser auf Krisen vorzubereiten, den Entwurf und die Überwachung der Unterstützung für Versicherungsmaßnahmen zu verbessern, die Kriterien für die Auslösung und Beendigung außergewöhnlicher Maßnahmen klarzustellen und den Ausgleich für Rücknahmemaßnahmen anzupassen.

Sonderbericht des Hofes gemäß Artikel 287 Absatz 4 Unterabsatz 2 AEUV.