Special report|20d56233-5179-449f-93ac-6c9e8f3787cb
-->

did

Sonderbericht 13/2020: Biodiversität landwirtschaftlicher Nutzflächen: Der Beitrag der GAP hat den Rückgang nicht gestoppt

German icpdf.png 7 MB
05.06.2020

In Europa sind Bestand und Vielfalt der Tierarten auf Agrarland – die "Biodiversität auf landwirtschaftlichen Nutzflächen" – stark rückläufig. Die EU hat sich jedoch verpflichtet, dem Verlust an Biodiversität bis 2020 Einhalt zu gebieten. Die Kommission plante, im Zeitraum 2014-2020 Mittel der Gemeinsamen Agrarpolitik in Höhe von 66 Milliarden Euro zu diesem Zweck bereitzustellen.

Der Hof bewertete, ob die EU-Agrarpolitik zur Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität auf landwirtschaftlichen Nutzflächen beigetragen hat. Er stellte fest, dass die Formulierung der Agrarziele der EU-Biodiversitätsstrategie die Messung der Fortschritte erschwert, dass die Art und Weise, wie die Kommission die Ausgaben für biologische Vielfalt im EU-Haushalt verfolgt, unzuverlässig ist, dass die Auswirkungen der GAP-Direktzahlungen begrenzt oder unbekannt sind und dass die Kommission und die Mitgliedstaaten Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums mit geringeren Auswirkungen bevorzugt haben.

Der Hof empfiehlt der Kommission, ihre nächste Biodiversitätsstrategie besser zu gestalten, den durch Direktzahlungen und Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums geleisteten Beitrag zur Biodiversität zu verbessern, die Ausgaben im Zusammenhang mit der Biodiversität genauer zu verfolgen und zuverlässige Indikatoren zu entwickeln, die sich für die Überwachung der Fortschritte bei der Biodiversität von Agrarland eignen.

Sonderbericht des Hofes gemäß Artikel 287 Absatz 4 Unterabsatz 2 AEUV.