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Sonderbericht 27/2021: EU-Unterstützung für den Tourismus - Neue strategische Ausrichtung und besseres Finanzierungskonzept erforderlich

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14.12.2021

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftssektor der EU. Die COVID-19-Pandemie hatte dramatische, beispiellose Auswirkungen auf den Tourismussektor und führte zu einem drastischen Rückgang der Tourismusströme und damit der Einnahmen tourismusbezogener Unternehmen. Abgesehen von diesem unmittelbaren Schock steht der Tourismussektor vor weiteren, längerfristigen Herausforderungen in Bezug auf den grünen und den digitalen Wandel, seine Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit.

Die Kommission legte ihre derzeitige EU-Tourismusstrategie bereits im Jahr 2010 fest. Ab 2015 und bis zur COVID-19-Pandemie überarbeitete die Kommission die tourismusbezogenen Prioritäten im Rahmen umfassenderer politischer Strategien, ohne sie jedoch in einen konkreten Aktionsplan zur Unterstützung ihrer Umsetzung zu überführen. Als Reaktion auf die dramatischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Tourismussektor der EU leitete die Kommission Maßnahmen zur Festlegung einer Tourismusagenda für 2030 ein. Bei seiner Analyse der EFRE-Projekte im Bereich Tourismus stellte der Hof fest, dass die Ergebnisse durchwachsen waren: Einige Projekte waren nachhaltig und trugen zur Förderung des Tourismusgewerbes in der Region bei, andere hatten nur eine begrenzte Wirkung. In mehreren Fällen führten Unzulänglichkeiten bei der anfänglichen Projektplanung und Bedarfsanalyse sowie bei der Projektauswahl zu Verringerungen des Projektumfangs, Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bei der Projektdurchführung. Die Kommission hat Maßnahmen vorgeschlagen, um die Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Tourismusbranche der EU abzufedern.

Der Hof empfiehlt der Kommission, eine neue EU-Tourismusstrategie auszuarbeiten. Des Weiteren sollte sie die Mitgliedstaaten dazu anhalten, für EFRE-geförderte Investitionen in den Tourismus Auswahlverfahren anzuwenden, um diese neue strategische Ausrichtung zu unterstützen.

​Sonderbericht des Hofes gemäß Artikel 287 Absatz 4 Unterabsatz 2 AEUV.