20.11.2018
Hochwasser kann Verletzte und Todesopfer fordern und erhebliche wirtschaftliche Kosten sowie Schäden an der Umwelt und am kulturellen Erbe verursachen. Schwere Überschwemmungen treten in Europa immer häufiger auf. In den letzten Jahren waren mehr als doppelt so viele mittlere bis starke Sturzfluten zu verzeichnen als noch in den späten 80er-Jahren. Der Klimawandel verschärft diese Situation noch weiter: Er führt zu Veränderungen in den Niederschlags- und Witterungsverhältnissen, zu einem Anstieg des Meeresspiegels und folglich zu häufigeren und schwereren Überschwemmungen.
Als Reaktion auf die Häufung von Hochwasserereignissen erließ die EU im Jahr 2007 die Hochwasserrichtlinie. Der Hof stellte fest, dass die Hochwasserrichtlinie insgesamt positive Auswirkungen hatte, die Umsetzung hochwasservorbeugender Maßnahmen jedoch durch Mängel bei der Zuweisung von Finanzmitteln beeinträchtigt ist. Die Mitgliedstaaten haben mit der Umsetzung der Hochwasserrisikomanagementpläne begonnen, doch es besteht Verbesserungsbedarf. Auch künftig bleiben große Herausforderungen dahingehend bestehen, den Klimawandel, Hochwasserversicherungen und die Raumordnung deutlich umfassender in das Hochwasserrisikomanagement zu integrieren.
Sonderbericht Nr. 25/2018: Die Hochwasserrichtlinie: Fortschritte bei der Bewertung der Risiken, Verbesserungsbedarf bei der Planung und Umsetzung
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