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Sonderbericht Nr. 10/2019: EU-weite Stresstests für Banken: so viele Informationen über Banken wie noch nie, aber stärkere Koordinierung und Risikofokussierung nötig

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10.07.2019

Gegenstand des vorliegenden Berichts ist die Durchführung des EU-weiten Bankenstresstests im Rahmen des der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) erteilten Mandats. Das makroökonomische Stressszenario spiegelt sich verschlechternde wirtschaftliche Bedingungen gegenüber dem Basisszenario wider, doch fiel der Schock weniger schwerwiegend aus als ursprünglich angekündigt.

Die negativen Auswirkungen des Schocks waren auf mehrere große Volkswirtschaften konzentriert, von denen die meisten in der letzten Rezession gut abschnitten, anstatt auf Länder, die von dieser Krise am stärksten betroffen waren. Darüber hinaus waren die Banken im Szenario keinen schweren finanziellen Schocks ausgesetzt, und einige relevante Systemrisiken waren unzureichend berücksichtigt worden.

Aufgrund mangelnder Ressourcen und ihrer derzeitigen Governance-Regelungen war die EBA nicht in der Lage, «die Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit der Methoden, Praktiken und Ergebnisse» sicherzustellen, wie dies in der Verordnung vorgesehen ist. Stattdessen war sie gezwungen, sich in erster Linie auf die nationalen Aufsichtsbehörden zu verlassen. Positiv zu verzeichnen ist, dass Informationen im großen Umfang veröffentlicht wurden.