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Sonderbericht 19/2020: Digitalisierung der europäischen Industrie: ehrgeizige Initiative, deren Erfolg vom dauerhaften Engagement der EU, der Regierungen und der Unternehmen abhängt

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22.09.2020

Die Digitalisierung geht mit einer besseren Unternehmensleistung einher, doch die Unternehmen in der EU schöpfen die Vorteile fortschrittlicher Technologien nicht in vollem Umfang für Innovationen aus. Im Jahr 2016 lancierte die Kommission die Initiative zur Digitalisierung der europäischen Industrie, die darauf abzielte, die Wettbewerbsfähigkeit der EU im Bereich der digitalen Technologien zu fördern und dafür zu sorgen, dass alle Unternehmen in Europa die digitalen Innovationen uneingeschränkt nutzen können.

Der Hof stellte fest, dass die Strategie der Kommission zur Unterstützung der Digitalisierung der europäischen Industrie zwar auf einer soliden Grundlage fußte und von den Mitgliedstaaten unterstützt wurde, auf die Strategien der meisten besuchten Mitgliedstaaten jedoch nur begrenzten Einfluss hatte und es ihr an Angaben über die angestrebte Wirkung mangelte. Die Kommission ergriff mehrere Maßnahmen, um die Einrichtung und den Betrieb von Digital Innovation Hubs (DIH) in den Mitgliedstaaten zu unterstützen. Die Unterstützung, die die DIH von den meisten vom Hof besuchten Mitgliedstaaten erhielten, war jedoch begrenzt.

Voraussetzung für die Digitalisierung ist eine gute Breitbandanbindung. Wenngleich in den letzten Jahren Fortschritte erzielt wurden, werden voraussichtlich nicht alle Mitgliedstaaten die EU-Ziele für 2020 erreichen, und die Verwirklichung der Ziele für 2025 wird eine noch größere Herausforderung darstellen.

Der Hof empfiehlt der Kommission, zusammen mit den Mitgliedstaaten weitere Maßnahmen in den Bereichen Finanzierung, Überwachung, DIH und Breitbandanbindung zu ergreifen.