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Sonderbericht 25/2020: Kapitalmarktunion – Langsamer Start in Richtung eines ehrgeizigen Ziels

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11.11.2020

Die EU verfügt über ein überwiegend kreditbasiertes System zur Finanzierung der Realwirtschaft und stützt sich daher in hohem Maße auf Banken. Vor diesem Hintergrund hat die Kommission 2015 einen Aktionsplan zur Schaffung einer Kapitalmarktunion auf den Weg gebracht, um die Entwicklung der EU-Kapitalmärkte und ihre Integration zu fördern und für Unternehmen wie etwa KMU, alternative Finanzierungsquellen sicherzustellen. Der Aktionsplan umfasste eine Reihe von Maßnahmen, von denen viele eine Zusammenarbeit zwischen Marktteilnehmern, Mitgliedstaaten und europäischen Institutionen erfordern. Insgesamt stellte der Hof fest, dass die Kommission im Hinblick auf ihr Ziel, die Kapitalmarktunion aufzubauen, kleine Schritte unternommen hat. Jedoch war sie bislang nicht in der Lage, wesentliche Fortschritte bei den Maßnahmen zu erzielen, die sie im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs ergreifen konnte. Der Hof empfiehlt der Kommission, gezielte Maßnahmen vorzuschlagen, um KMU den Zugang zu Kapitalmärkten noch weiter zu erleichtern, tiefere und besser integrierte lokale Kapitalmärkte zu fördern, wichtige grenzübergreifende Investitionshindernisse zu beseitigen, spezifische Ziele und vorrangige Maßnahmen festzulegen und ein System zur Überwachung der Umsetzung der Kapitalmarktunion zu entwickeln.

Sonderbericht des Hofes gemäß Artikel 287 Absatz 4 Unterabsatz 2 AEUV.